Chorverband Hamburg

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Chorcoaching mit Fernsehen

NDR filmt „HaBo“ für’s Hamburg-Journal

Drei Tage Gesang und Stimme: Beim zweiten Bergedorfer Chorfestival waren auch die SängerInnen vom Gemischten Chor Havighorst-Boberg („HaBo“) im „Haus im Park“ dabei, das mit seinem Theater ein bedeutendes Kultur- und Veranstaltungszentrum in Hamburgs Osten ist. „HaBo“ wurde vom NDR für einen Beitrag über das Bergedorfer Chorfestival im Hamburg-Journal ausgesucht.

Ein Kamerateam begleitete den Chor beim Chorcoaching mit Christiane Hess. Sie ist die Gründerin des „Theater am barg“ in Hannover. Im Coaching liegt ihr Fokus auf Bühnenpräsenz und körpersprachliche Ausdrucksmöglichkeit der Gruppe, wie auch der einzelnen Mitglieder.

Beim Einsingen gewöhnten sich die SängerInnen langsam an die große Kamera und das „Puschelmikrophon“ vom NDR, das sie von nun an bis zum Ende des Coaching begleitete. Die gewohnten Einsingübungen und die lockeren Scherze von Chorleiterin Christiane Canstein halfen dem Chor schnell über das erste Lampenfieber hinweg.

Um 12 Uhr wurde es ernst: „HaBo“ stellte Christiane Hess auf der Bühne im großen Theatersaal die Stücke „Sweet Dreams“ und „Land Unter“ aus dem aktuellen Repertoire vor und erwartete gespannt ihr Feedback.
Die Schauspielerin wechselt von Ihrem Zuschauersessel zum Chor auf die Bühne. „Worum geht es Euch?“ fragt sie in die Runde. Christiane Canstein erwidert: „Um den Eindruck und darum, mit kleinen Bewegungen eine gute Wirkung zu erzielen.“ Hess antwortet: „Ihr habt dadurch, dass ihr viele seid, schon große Kraft.“ Eindringlich schaut sie in die Runde: „Bühnenpräsenz heißt, jede Sekunde anwesend sein!“ Sie verwende ungern das Wort „Choreografie“ erklärt sie weiter, denn „[…]komplizierte Schrittfolgen machen oft Angst. Dadurch geht die Aufmerksamkeit verloren.“

Den Kopf heben und wie man stehe, das sei schon Choreografie. Exakt ausgeführt habe das eine starke Wirkung. Mit diesen Informationen erarbeiteten Chor, Chorleitung und Coach wirkungsvolle Bewegungen für „Land Unter“, dem Lied mit dem der Chor beim Stuttgarter Chorfest 2016 bereits einen Sonderpreis gewann. Vor und zurück wiegen, den Chorhalbkreis durch eine kleine Drehung zum Publikum öffnen und wieder schließen. Den Kopf an bestimmten Stellen heben oder wieder senken, bis sich alle gut fühlen. „Das ist die Grundvoraussetzung für eine gute Wirkung“ weiß Christiane Hess.

Am selben Abend „testete“ HaBo die neue Wirkung bei seinem Auftritt. Eine ehemalige „HaBo“-Sängerin bemerkte nach dem Konzert: „Mensch toll! Ich hatte richtig Gänsehaut!“ Das Choaching war ein voller Erfolg.

 
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