Chorverband Hamburg

Chorverband Hamburg e.V.

Chorverband Hamburg

Jubiläumskonzert

70 Jahre Liederfreunde Marmstorf v. 1947 e.V.

Der runde Geburtstag wurde gebührend gefeiert: Am 21. Oktober fanden sich erwartungsvolle Zuhörer zum Jubiläumskonzert der Liederfreunde Marmstorf mit Gästen im Harburger Rieckhof ein. Mit einem donnernden „Freude schöner Götterfunken“ (Beethoven) aus 130 Kehlen der vier teilnehmenden Chöre, die sich auf Bühne, Rängen und Treppen verteilt hatten, wurden sie auf das Programm des Nachmittags eingestimmt.

Ute Eckmann, die erste Vorsitzende der Liederfreunde, gab in ihrer Begrüßung eine kurze Darstellung der Vereinsgeschichte: 1947 als Männerchor gegründet, wurden die Liederfreunde 30 Jahre später wegen rückläufiger Mitgliederzahlen in einen gemischten Chor umgewandelt. Im Jahr 2000 wurde der Popchor singAsong als neuer junger Chor gegründet. Beide Chöre mit ihren unterschiedlichen Repertoires werden von ihrem seit 1999 tätigen Chorleiter Carsten Creutzburg ständig weiter entwickelt, Ute Eckmann gab ihrer Freude Ausdruck über die zahlreich erschienen Besucher sowie die Teilnahme und begrüßte die Gastchöre singAsong und Männerchor Sängerlust Fleestedt sowie deren Chorleiter, wobei der Besuch des Freundschaftschores „Söprus“ aus Tallinn/Estland, den die Liederfreunde im vergangenen Jahr besucht hatten, besondere Erwähnung fand.

Erhard Erichsen als versierter Sänger und Sprecher des Männerchores „Sängerlust Fleestedt“ übernahm das Mikrofon und führte als Moderator souverän und humorvoll durch das Programm. Nach einem Gruß an die Liederfreunde durch den Vizepräsidenten des Chorverband Hamburg Arne Gerloff konnte das lang ersehnte und vorbereitete Konzert beginnen.

Den Anfang machten die „Liederfreunde Marmstorf“ geleitet von ihrem Chorleiter Carsten Creutzburg mit „Zigeunerleben“ von Robert Schumann, gefolgt von Liedern von John Rutter, John Farmer und A.v. Zuccalmaglio, die am Klavier von Eva Barta begleitet wurden. Als nächster Chor trat „Söprus“ aus Tallinn mit ihrer Chorleiterin Marelle Siitas auf die Bühne. Die hübsche Trachtenkleidung wurde vom Publikum begeistert wahrgenommen. Kyllikki Tooms, ihre Reisebegleiterin, stellte die Sängerinnen und Sänger vor und gab eine Einführung in die heimatverbundenen Lieder, mit denen die Sehnsucht nach Glück und Freiheit zum Ausdruck gebracht wurde.

Der Männerchor „Sängerlust Fleestedt“ mit Chorleiter Krzysztof Skladanowski brachte mit dem Triumphmarsch aus der Oper „Aida“ und weiteren Stücken aus Opern von Verdi und Gounod den Saal zum Beben, mit beherzter Unterstützung der Pianistin Tarlan Rachimova. Danach waren moderne, junge Klänge angesagt. Der Popchor „singAsong“ erfreute das Publikum äußerst virtuos mit vielstimmigen a-capella-Songs, die von Chorleiter Carsten Creutzburg mit viel Temperament dirigiert wurden.

Nach der Pause wurde der leichteren Muse gehuldigt. singAsong erfreute mit Stücken von Herbert Grönemeyer und Freddy Mercury, Sängerlust Fleestedt begeisterte mit Operettenklängen. Der estnische Chor Söprus zeigte, dass die Sängerinnen und Sänger nicht nur singen sondern auch tanzen können. Die Liederfreunde Marmstorf verabschiedeten sich mit Schlagern und begeisterten das Publikum mit „Hail Holy Queen“ aus „Sister Act“.

Bevor dieser denkwürdige Nachmittag zu Ende ging, gab es eine besondere Ehrung: Ilse Schiffer, Sängerin und Ehrenmitglied der Liederfreunde Marmstorf, ist in diesem Jahr seit 60 Jahren aktive Chorsängerin und seit 40 Jahren Vereinsmitglied der Liederfreunde. Sie ist eine Sängerin der ersten Stunde der 1977 in gemischten Chor umgewandelten Liederfreunde Marmstorf v. 1947 e.V. Sie erhielt von der Präsidentin des Chorverbands Hamburg Angelika Eilers und von Ute Eckmann als Vorsitzender Ehrennadeln und Urkunden verliehen. Danach mischten sich die Sänger/innen von „Söprus“ und „Liederfreunde Marmstorf“ zu einem geeinten Chor. Zum Abschied sangen sie gemeinsam das estnische Lied „Ta lendab mesipuu poole“, welches eindrücklich Gefühle von frei sein und Heimkommen beschreibt. Das war ein Abschluss, der für Gänsehaut sorgte. Ein Beifallssturm war die Belohnung für einen gelungenen musikalischen Nachmittag.

Die Menge löste sich beglückt auf: das Publikum ging nach Hause, die Sänger zum fröhlichen Nachfeiern mit leckerem Essen und – natürlich – Gesang in einer Gaststätte.

 
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